Herzlich Willkommen beim Freundeskreis der Kartause Estenfeld e.V.

Manitou hebt Turmkugel wieder auf die Kartause

 

Das vergoldete Turmkreuz der Kartause Engelgarten ist wieder auf dem ehemaligen Wohnhaus von Engelbert Pfeuffer aufgerichtet worden.

Auf Initiative des Freundeskreis der Kartause Estenfeld e. V. und mit der Unterstützung von vielen Spendern konnte die Kugel mit dem Patriarchenkreuz nach der alten Vorlage auf ihren ursprünglichen Platz aufgestellt werden.

Das Doppelkreuz ist das Symbol der Dorfherrschaft der Mönche in der Kartause. Von 1700 bis 1810 befand sich eine Klosterkirche neben dem Kartäusertor. Im Zuge der Säkularisation wurde das Inventar verkauft und der Kirchenbau niedergerissen. Ein Bild aus der Dorfchronik von 1969 mit dem Wirtschaftshaus der Kartause, dem Engelgarten und dem See zeigt zwei Kreuze, jeweils an beiden Seiten des Walmdaches.

Im April 1944 wurde im Unterdorf großer Schaden bei gezielten Luftangriffen von angeschossenen Flugzeugen angerichtet, die ihre restliche Bombenlast abwarfen. Viele Scheunen und Hausdächer brannten damals in Estenfeld ab. Noch heute kann man die Brandspuren an dem über 200 Jahre alten Dachstuhl des Wirtschaftshauses der Kartause erkennen.

Das alte Kreuz stammt vermutlich aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, da es aus verzinktem Stahlblech gefertigt war und sich keine historischen Dokumente in der Kugel befanden. Ein Sommergewitter beschädigte es 2013, sodass die Gemeinde Estenfeld daraufhin die Kugel hatte abnehmen lassen.

Als Gemeinschaftsleistung von erfahrenen Experten und Handwerkern wurde die neue Turmkugel in Kupferblech erstellt und vergoldet. Dabei hat Peter Walter den Korpus exakt rekonstruiert, Altbürgermeister Heinz Bär hat den konischen Schaft aus Holz passgenau erstellt und Josef Konrad hob das Kreuz mit einer fahrbaren Arbeitsbühne, dem Manitou zielgenau auf das Dach.

Die Kugel wurde dann, versehen mit aktuellen Dokumenten, von den Vorstandsmitgliedern des Freundeskreises der Kartause Estenfeld e. V., Dr. Michael Baumann, Matthias Wolz und Joachim Iwanowitsch, auf den Schaft aufgesetzt.

Mit dieser Gemeinschaftsaktion ist der symbolische Anfang für die Rettung der Kartause Estenfeld gestartet.

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