Erhaltungssatzung für die Kartause Engelgarten beschlossen

Die Gemeinde Estenfeld beschließt die Erhaltungssatzung für die Kartause Estenfeld, welche in 2013 vom Freundeskreis als Antrag eingereicht wurde. Der Bauantrag für drei Ferienhäuser im Engelgarten wurden daraufhin abgelehnt. Außerdem wurde das Konzept einer Bürgerstiftung vorgestellt.

 

Artikel auf der Internetseite der Gemeinde Estenfeld vom 11.12.2104:

Der Estenfelder Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig die Erhaltungssatzung für die Kartause Engelgarten verabschiedet. Wie der Name schon sagt, hat sie ein Ziel zum Inhalt: Die baulichen Anlagen und die Eigenart im Bereich des ehemaligen Wirtschaftshofes sollen erhalten werden.

Die Kartause wurde 1351/52 gegründet und entwickelte sich mit der Zeit zum Mittelpunkt der Kartäuser-Grundherrschaft. Durch die Nähe zu Würzburg entstand ein bäuerliches Wirtschaftszentrum. Bis zur Säkularisation blieb die Kartause Sitz der Dorfherren von Estenfeld, danach wurde sie versteigert und war nun im Besitz dreier Familien. 1999 erwarb die Gemeinde den vorderen Teil, während der hintere in Privatbesitz blieb.

Keine Ferienwohnungen

auf dem Kartausen-Areal

Drei Ferienwohnungen wollte ein Antragsteller in der Unteren Ritterstraße 40 in Estenfeld bauen, also auf dem Gelände der Kartause. Doch aus diesem Vorhaben wird nichts, da der Gemeinderat es in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig abgelehnt hat. Begründung: Die Pläne widersprächen der Satzung, die für diesen Bereich gelte. Darin heißt es, dass die baulichen Anlagen und die Eigenart im Bereich des ehemaligen Wirtschaftshofes der Kartause erhalten werden sollen.

Ziel: ein lebendiges Gemeinwesen

Welche Chancen eine Bürgerstiftung für

Estenfeld bietet

„Frage nicht, was deine Gemeinde für dich tut – frage, was du für deine Gemeinde tun kannst!“ – Dieser Satz beschreibt gut, welcher Grundgedanke hinter einer jeden Bürgerstiftung steckt. Auch in Estenfeld gibt es Überlegungen, ob eine solche Stiftung ein geeigneter Weg sein könnte, um das Gemeinwohl zu stärken. Dieter Weisner von der Deutschen Stiftungstreuhand AG informierte die Gemeinderäte in deren Sitzung am Dienstag, wie eine Bürgerstiftung funktioniert und organisiert ist — und welche Chancen sich mit ihr bieten.

Gebraucht werden Menschen, denen die Zukunft ihrer Heimat am Herzen liegt. Menschen mit Visionen, Menschen mit Engagement und letztendlich auch Menschen mit dem notwendigen Geld, um aus einer guten Idee ein erfolgreiches Projekt zu machen. Zur Gründung einer Stiftung reichten fünf bis sieben Personen aus, die dann meist auch den ersten Stiftungsrat bilden, sagte Weisner. Wünschenswert wäre es, wenn sich neben Gemeinderäten auch noch andere Estenfelder finden würden, die sich mit einbringen. Eine Verpflichtung, sich selbst mit einer Einlage finanziell zu beteiligen, gibt es für die Mitglieder des Stiftungsrats übrigens nicht.

Das Gründungskapital kommt üblicherweise aus dem kommunalen Haushalt. Das Vermögen der Stiftung wächst dann durch Spenden von Privatpersonen oder Unternehmen an — und durch die Zinserträge, die natürlich umso größer werden, je mehr Geld die Stiftung hat. „Eine Bürgerstiftung ist eine nachhaltige Finanzierungsquelle, die eine sinnvolle Ergänzung zum Vereinsleben ist“, sagte Weisner. Denn: Anders als ein Verein kann eine Stiftung sehr wohl Vermögen bilden.

Wofür das Geld verwendet wird, darüber entscheidet der Stiftungsrat. Im Regelfall werden aber Projekte gefördert, die einen gemeinnützigen Zweck verfolgen und ein lebendiges Gemeinwesen zum Ziel haben. Bildung, Erziehung, Kunst, Kultur, Jugend- und Altenhilfe, Umwelt- und Naturschutz, Heimatpflege, Denkmalschutz — Bereiche, auf die das zutrifft, gibt es viele.

Die Entscheidung, ob in Estenfeld eine Bürgerstiftung gegründet wird, liegt bei der Gemeinde. Zuvor will sie sich aber erst kundig machen, wie groß das Interesse seitens der Bevölkerung ist.

 

 http://www.estenfeld.net/Startseite/Startseite-Aktuelles/K218.htm

 

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